Unsere "Alten"
Anpaddeln auf der Lahn 2007

24. + 25. März 2007
Anpaddeln auf der Lahn
Dass Kanusport ein Generationensport ist zeigte sich wieder einmal beim diesjährigen Anpaddeln. 10
Exaktive trafen sich Samstags in der Jugendherberge Limburg, um sich zu
einer “Erstbefahrung“ der Lahn von Weilburg bis Runkeln zu begeben. Bis
auf von unserem Expeditionsleiter wurden diese 22 km bisher von
niemanden bezwungen.
Die Lahn, einer der beliebtesten Wanderflüsse Deutschlands, präsentierte sich durch die starken Regen- und Schneefälle der letzten Tage mit sehr guter Strömung. Unterbrochen von drei Wehren, die durch Ihre Boots-schleusen ein Umtragen und Aussteigen aus den Booten fast überflüssig macht, waren wir in 2,5 Stunden am Zielort Runkeln. Die Bootsschleusen können allesamt von Hand bedient werden, so dass in der Regel nur zwei Expeditionsmitglieder aus den Booten müssen.

Leider war die erste Schleuse defekt, die zweite
machte Probleme und die Jungs mussten wegen des kalten Wetters mal
Pipi, aber die dritte bot den versprochenen Komfort nicht umtragen zu
müssen.
Während der gesamten Fahrt wurden wir von Markus, der sich nur für
diese Tour ein „Versorgungsschiff“ bei Willy Neumann ausgeliehen hatte,
mit kalten Getränken versorgt. Dieses mit Ladeluken versehene Boot war
bis zum Rand mit „Stückgut“ gefüllt.
Auf den letzten Kilometern versuchten wir, wie es im Kanuwandersport Brauch ist, uns treiben zu lassen. Aber die Ortsgruppe Runkeln der DLRG unterstrich wiedermal, dass Sie oft überflüssig (nicht immer) ist. Unfähig Ihre mit Motoren versehenen Schlauchboote an uns vorbei zu manövrieren, „sprengten“ sie die Gruppe und einige verloren ihre gerade geöffneten Bierdosen ( Sauerei ).

Das Ziel vor Augen, sorgte dann Herr K. noch für Gesprächsstoff und
zeigte allen Expeditionsmitgliedern, dass die Lahn zu Recht als
„unfahrbar“ gilt. Kaiser Franz würde sagen, „der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Min.“,
gleiches gilt für Kanuten. Du bist erst an Land wenn du mit beiden
Beinen auf diesem stehst. Oder kann Herr K. über Wasser laufen??? An
diesem Samstagnachmittag hat es jedenfalls nicht geklappt und er musste
den Rest der Paddeltour schwimmend zurücklegen.
Die
Überlebensration Glühwein, die unser Clubmanager Heino fürsorglich
eingepackt hatte kam zum Einsatz und sorgte dafür dass Leben in Herrn
K. zurückkehrte.
Nach der obligatorischen Kenterrunde in einer
düsteren Spielunke in Runkeln, ging es mit einem gestärkten
Selbstvertrauen zurück ins Basislager, in die JH Limburg. Nach einer
warmen Dusche wartete das Limburger „Nachtleben“ auf uns. Cheesy und
Noppy hatten die Aufgabe am Freitagabend dieses auszukunden und Plätze
zu reservieren. Diese Aufgabe meisterten sie Bravour ( im Team ist alle
möglich ). Nach gut 20 Minuten saßen wir schon in einer gemütlichen
Eckkneipe und hielten die nette Bedienung auf Trapp.
Um 2 Uhr
lagen wir in den Betten und ruhten unsere alten geschundenen Knochen
aus, so dass wir am Sonntagmorgen, unser Frühstück kurz vor dem
Abräumen „genießen“ konnten. Bei herrlichem Sonnenschein machten wir
uns auf den Rückweg zum Baldeneysee.
Nun hat auch für die „Alten“ das offizielle Wassertraining begonnen.
Ahoi
Volker Schönholz


