Die erste Jahreshälfte hatte es mehr als in sich für die KGE-Aktiven, die bei den nationalen Sichtungen für höhere Aufgaben empfehlen konnten. Allen voran Max Rendschmidt, Jonas Borkowski, Nico Paufler und Enja Rößeling sie wurden für die erweiterte A Nationalmannschaft nominiert.

Und aufgrund geänderter Qualifikationskriterien im Hinblick auf die 2028 anstehenden Olympischen Spiele in Los Angeles/USA standen da gleich drei Weltcups auf dem Programm. Zur ersten Station ging es in die Kanu-Hochburg Szeged/Ungarn, danach zum „Heim-Weltcup“ nach Brandenburg, bevor in Übersee Montreal/Kanada auf dem Plan stand. Alle drei Weltcups waren dabei mehr als hochkarätig besetzt und mehr als nur eine jeweilige Standortbestimmung. Jede Nation gab alles, um die so wichtigen Qualifikationspunkte zu sammeln. Für alle Nationen eine neue Situation und Herausforderung!

Einmal mehr konnte sich Max Rendschmidt -auch nach verbandsinternen Tests- als Schlagmann des 500m-Viererkajaks mit Max Lemke, Jacob Schopf (Potsdam) und dem Dresdner Tom Liebscher-Lucz behaupten. Noch nicht so richtig optimal lief es dann für den Vierer beim Weltcup-Auftakt in Szeged. Bei der mehr als eng beieinander liegenden Konkurrenz fuhren Rendschmidt & Co. als fünfte knapp an einem Treppchenplatz vorbei.

Nur eine Woche später beim Weltcup in Brandenburg zeigte sich dann vor heimischem Publikum, wie eng es in der Weltspitze inzwischen zugeht und wie schnell sich auch die Platzierungen verschieben können. Auf dem Beetzsee waren es da Max Rendschmidt mit Max Lemke, Jacob Schopf und Tom Liebscher-Lucz, die auf der Ziellinie die Bootsspitze vorne hatten und unter dem tosenden Applaus von vielen Fans, Familie und Freunden jubeln konnten und die Siegerehrung gennießen konnten. Bärenstak auch der Auftritt im 500m-Zweier mit Tom Liebscher-Lucz nur wenige Zentimeter hinter den siegreichen Ungarn und vor den australischen Mitfavouriten!

Krankheitsbedingt dann aber konnte Max Rendschmidt nicht mit zum Weltcup nach Montreal reisen. Zuvor – und nahezu aus dem Training heraus war aber in Montemor-o-Velho/Portugal mit seinem Team Vize-Europameister geworden. In einem wahren Wimpernschlagfinale lediglich 13/100 Sekunden hinter Ungarn und zweitgleich mit Spanien. Ein Beleg dafür, wie eng es im 500m-Viererkajak zugeht und wie eng gleich mehrere Nationen zusammenliegen!

Neben Max Rendschmidt war es Jonas Borkowski, der sich hatte ins Team fahren können. Eine Nominierung, die er mit absolut starken Leistungen rechtfertigte. Gemeinsam mit dem Magdeburger Moritz Florstedt ging er bei allen drei Weltcups (Szeged, Brandenburg und Montreal) in der olympischen Disziplin des 500m-Zweierkajaks an den Start. Und diesem Essen-Magdeburger Duo gelang es tatsächlich, sich jeweils in die A-Finals zu fahren. Eine Bilanz, mit der angesichts der internationalen Weltspitze nicht zu rechnen war! Stark dabei Platz sieben in Szeged nur 1,3 Sekunden hinter den verbandsinternen Olympiasiegern von Paris Max Lemke und Jacob Schopf (Potsdam). Ebenfalls topp auch Rang sechs im zweiten deutschen 500m-Vierer nur eine Sekunde hinter dem siegreichen Boot mit Max Rendschmidt. Platz sechs im Zweier beim Weltcup in Montreal rundete die hervorragende Bilanz von Jonas Borkowski ab. In Montreal war er zudem für Max Rendschmidt nach dessen Ausfall in den Vierer gerutscht; leider wurde das Boot aber nach zwei Fehlstarts disqualifiziert.

 

 

 

Nico Paufler dann war es, der im Hinblick auf einen WM-Start bei den Weltcups im Szeged und Brandenburg am Start war. 5000m galt es mit mehreren Portagen (Laufstrecken um 100m) zu bewältigen. Als Vollzeit-Berufstätiger kam er jeweils mit Platzierungen um die Top Ten ins Ziel!

 

 

 

 

 

 

Auch wenn es Enja Rößeling bei ihren drei Weltcup-Einsätzen nicht gelang, im Zweier bzw. Vierer in die A-Finals vorzufahren, zeigte sie im 1.000m-Einer in Montreal mit ihrem deutlichen Sieg im B-Finale ihr Potential.