Mit einer beeindruckenden Medaillenbilanz kehrte der KGE-Nachwuchs mit Jonas Borkowski, Jan-Peter Graf, Henry Koelman und Makar Pron von den U23- und Junioren Welt- und Europameisterschaften zurück
Kurz nachdem die letzten von ihnen nach Essen zurückgekehrt, gab es einen kleinen Empfang an ihrer Wirkungsstätte, dem Regattahaus der Stadt Essen. Wie es sich für Kanuten gehört, ganz zünftig mit Grillwürsten. Würdig und gleichzeitig launig vom KGE-Vorstandsmitglied Yannik Pflugfelder und Bundesstützpunktleiterin Annika Gierig in Szene gesetzt und applaudiert von den Trainingspartnern und vielen jüngeren KGE-Talenten ging es um die vier Nachwuchs-Asse Jonas Borkowski, Henry Koelman, Jan-Peter Graf und Makar Pron. Die alle hochdekoriert von den U23- und Junioren Weltmeisterschaften in Halifax/Kanada sowie den Europameisterschaften in Szeged/Ungarn nach Essen zurückgekehrt waren.
Nach einer schon beeindruckenden nationalen Sichtungsbilanz und beeindruckenden Weltcup-Ergebnissen mit der A-Nationalmannschaft erkämpfte sich Jonas Borkowski bei den U23-Weltmeisterschaften eine Silber- und Bronzemedaille im kanadischen Halifax. Im 500m-Viererkajak sicherte er sich mit Philipp Quiel (Berlin), Linus Bange und Leon Reckzeh (Potsdam) die Bronzemedaille. Noch besser laufen sollte es im 500m-Zweier mit dem Gewinn der U23-Vize-Weltmeisterschaft mit Leon Reckzeh.
Im Junioren-WM-Team ging Henry Koelman im Vierer an den Start. Nach seinem langen krankheitsbedingten Ausfall letzten Jahres schon ein großer Erfolg. Dann als Junioren-Vizeweltmeister über die Ziellinie zu fahren, war ein unglaublicher persönlicher Erfolg für Henry.
Für die sicherlich größte Überraschung aber sorgte der erst 17-jährige Makar Pron bei den Junioren Europameisterschaften in Szeged/Ungarn. Erst vor zwei Jahren aus der Ukraine nach Essen gekommen, hatte er da schon seinen ersten sportlichen Traum beim Namen genannt „einmal im deutschen Nationaltrikot zu starten“. Und nun war es soweit. Die Qualifikation für das Junioren-WM-Team hatte Makar noch knapp verpasst; bei der EM aber konnte er groß auftrumpfen. Im mixed Vierer-Canadier wurde er Junioren-Europameister. Noch größer fast die Sensation mit seinem Gewinn der Bronzemedaille im 1.000m-Einer. „Ja, nach der Vorbereitung hatten wir im Vierer schon mit einer Medaille geliebäugelt. Aber mit einer Medaille im Einer habe ich nicht gerechnet“. Aber es war im Finale für Makar Pron einfach „das perfekte Rennen, ein perfekter Tag“. Gut geschlafen, keine Spur von Müdigkeit, optimale Bedingungen: „im Rennen lief es super- ja, es war einfach alles perfekt“.
Grandios auch das Abschneiden von Jan-Peter Graf im U23-EM-Team. Im 1.000m-Zweier mit Tim Methner (Potsdam) sicherte er sich die Bronzemedaille. Stark auch sein sechster Platz im A-Finale des 1.000m-Einerkajaks. Da konnte er irgendwie das Halbfinal-Aus im Vierer verschmerzen. „Das Boot lief schon gut, war aber einfach nicht schnell“, schmunzelte Jan-Peter Graf.
Nächste Station für das Medaillen-Quartett sind nun die Deutschen Meisterschaften Ende August in Brandenburg.




