Montag, 15 Juli 2024

Historisches Doppel-Gold für Hoff und Silber für Rendschmidt in Baku

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Besser hätte es nicht laufen können für Max Hoff. Er gewann bei seinem Sieg im 1.000m-Einer in der ersten Kanu-Finalentscheidung zugleich das die erste Goldmedaille für Deutschland bei den Europäischen Spielen in Baku und bescherte sich im abschließenden 5.000m-Rennen mit der zweiten Goldmedaille den perfekten Abschluss; Max Rendschmidt erkämpfte sich mit Marcus Groß (Berlin) im 1.000m-Zweier Silber. Kai Spenner aber verpasste mit dem Viererkajak das Finale Es wurden am Ende „seine Spiele“. Mit zwei Goldmedaillen im 1.000m- und 5.000m-Einerkajak bei den Europäischen Spielen gelang Max Hoff auf der Regattabahn von Mingachivar ein optimaler Wettkampf mit einigen Highlights. Fünf EM-Titel hat Max Hoff bereits seit 2009 im 1.000m-Einerkajak gewonnen; seit Baku ist ein weiterer kontinentaler Titel in dieser olympischen Disziplin hinzugekommen. Denn er siegte auch bei den erstmals ausgetragenen Europäischen Spielen in Aserbaidschan. Ein zudem historisches Gold: Er war nicht nur der erste Kanu-Goldmedaillengewinner in der Geschichte der Europäischen Spiele, sondern gewann am frühen Montagmorgen auch das erste Gold für Deutschland bei dieser Premierenveranstaltung. „Bei diesen Europaspielen das erste Gold für die deutschen Kanuten zu gewinnen, ist schon cool. Den Wert dieser Medaille aber werde ich vielleicht erst später einschätzen können“, so Hoff nach dem Coup. Und da war auch nichts mehr davon zu spüren, welcher Kraftakt hinter ihm lag. Fast war er im Ziel zu müde gewesen, sich wie gewohnt zu freuen. Er war im Rennen nicht wie geplant in Tritt gekommen und hatte „sich schon in Not gesehen“, als auch 250m vor dem Ziel der Portugiese Fernando Pimenta immer noch vor ihm lag. „Man hat ja immer so eine Idealvorstellung von einem Rennen, von der Frequenz und der Renneinteilung. Das hab ich dieses Mal nicht getroffen und so gab es nur noch eins: weiterpaddeln. Es war ein hartes Stück Arbeit, es war das härteste Rennen dieser Saison. Aber mit Kampf und Kraft war ich am Ende doch knapp vor den Jungs. Es ist gut zu sehen, dass ich auch mit einem nicht so guten Rennen gewinnen kann. Daher bin ich sehr happy“, kommentierte nach der Siegerehrung ein glücklicher „European Games Champion“. Silber ging an den lange führenden Portugiesen Fernando Pimenta, Bronze sicherte sich in dem engen Zieleinlauf Dauerkonkurrent Rene Holten Poulsen aus Dänemark. Nach diesem goldenen Auftakt war es dann gestern bei letzten aller Kanu-Entscheidungen, dem 5.000m-Einer, Max Hoff vergönnt, auch für einen goldenen Abschluss zu sorgen. Seit 2009 hatte er auch auf dieser Strecke zwei EM-Titel gewonnen, aber nie in einem Jahr mit Titelgewinn auch auf der 1.000m-Distanz. Auch bei keinem Weltcup war ihm dies gelungen. „Beides kann ich offensichtlich wohl nicht“, hatte Max Hoff noch nach EM und Duisburger Weltcup gesagt. Nun, bei den ersten „European Games“ von Baku zeigte er eindrucksvoll, dass er es doch kann. Zwar bei den ersten 2.000 Metern noch mit Problemen etwas zurück liegend, arbeitete er sich in eine vierer Spitzengruppe vor. Zunächst musste Favorit Poulsen passen, dann fiel auch der drittplatzierte Franzose zurück. Einsam an der Spitze zogen in einem packenden Duell Max Hoff und Fernando Pimenta auf der Welle ihre Runden. Am Ende dominierte der 32-jährige KGEer und gewann mit einer Zermürbungstaktik und weiterem Arbeitssieg. Sein befreiender Jubel im Ziel kann da sicher auch als Ausdruck eines gefühlten Eintrags ins persönliche Geschichtsbuch gedeutet werden: endlich Doppelgold über 1.000m und 5.000m. „Ich weiß gar nicht mal, wie dieser Titel in Baku heißt – aber Max hat ihn zweimal gewonnen. Meine herzlichen Glückwünsche dazu, kommentierte freudig Heimtrainer Robert Berger in der Heimat. Eingerahmt vom Hoffschen Gold waren es dann KGE-Vereinspartner Max Rendschmidt, der sich mit seinem Berliner Partner Marcus Groß über silbernes Edelmetall freuen konnte. Als Mit-Favoriten waren sie im 1.000m-Zweierkajak ins Rennen gegangenen – und lagen im Finale auch wie erhofft auf Goldkurs. „Mit einer super und sehr ökonomischen Fahrweise“, wie Bundestrainer Arndt Hanisch vor Ort erklärte. „Wir hatten vom Start an ein perfektes Rennen. Und als wir bei 500m noch gut dabei waren, wussten wir, dass wir im Endspurt einen drauf setzen können“, ließ Rendschmidt die erste Streckenhälfte später Revue passieren. Doch dann passierte es, gut 250m vor dem Ziel: „Vor mir tauchte eine Ladung Wasserpflanzen auf, der ich nicht mehr ausweichen konnte. Die haben wir uns so leider eingefangen“, beschrieb Schlagmann Rendschmidt die Ausbremsung. Er versuchte sofort, den Druck zu erhöhen und mit Frequenzanhebung zu reagieren. Eine Reaktion, die Hintermann Groß überraschte. „Natürlich habe gemerkt, dass Max anzieht, wo nichts vereinbart war. Aber erst, als ich das aufspritzende Wasser vorne am Bug gesehen habe, war mit klar, das da was dran war“. Die Geschwindigkeit ging weiter runter - und das ungarische Duo konnte noch knapp vorbeiziehen. „Die Explosivität war weg und wir konnten unseren typischen Endspurt nicht mehr fahren“ sagte Rendschmidt über die entscheidende Phase im Rennen. „Das ist natürlich ärgerlich, aber es ist halt eine Outdoor-Sportart. Wir sind froh, trotz dieser Probleme noch Zweite geworden zu sein und eine Medaille mit nach Hause nehmen zu können. Es wäre auch vermessen zu sagen, dass wir uns nur über Gold freuen können“, bekräftigten beide Silbermedaillengewinner. Während bei Hoff und Rendschmidt Edelmetall glänzte, lagen im 1.000m-Viererkajak dicke Schatten über dem Wettkampf bei Kai Spenner und seinen drei Mitstreitern Martin Schubert (Friedrichshafen), Kostja Stroinski (Berlin) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen). Während dieses Quartett bei den zurückliegenden Weltcups mit einem vierten Platz und einem Sieg durchaus optimistisch stimmende Leistungen zeigten, konnten sie in Mingachivar nicht daran anknüpfen. Nur einer von 10 teilnehmenden Vierern verpasste das Finale – und das war am Ende das deutsche Boot. „Die Vier sind einfach durch, einfach platt. Das hat sich schon im Vorfeld nach dem Qualifikations-Dauerstress der letzten Wochen angedeutet. Die Marschroute war, von Anfang an Vollgas zu geben, aber es ging einfach nicht. Schnell zurück liegend, kam dann das ein und andere zusammen. Da wird man dann schon richtig fest“, kommentierte Hanisch Vor- und Zwischenlauf des Vierers. Der da Boote, die in den Weltcups hinter ihm lagen, passieren lassen musste. „Wir können uns das nicht erklären und müssen nun in Ruhe analysieren. Natürlich sind wir enttäuscht, was aber nicht von Dauer sein darf“, gab Kai Spenner durch. Abzuwarten bleiben nun die Beratungen der Trainer und der Verbandsspitze, welche Konsequenzen dieses Ergebnis hat. Neben dem historischen Goldmedaillengewinn setzt Max Hoff ein weiteres Ausrufezeichen. Schon im Halbfinale stelle er mit der Fahrzeit von 3.21,890 eine neue Weltbestzeit auf. So glücklich Max Hoff über seine Goldmedaillen war, machte er auch deutlich, dass sein Focus ganz klar auf den Weltmeisterschaften Im August in Mailand liegt. Da müssen wir alle richtig gut sein und die Quotenplätze holen. Wenn das nicht gelingt, fahren wir nicht zu Olympia. Das ist das große Ziel, und da schaut die Welt hin.

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