Für fünf Tage steht vom kommenden Mittwoch bis Sonntag die Regattastrecke in Idrascalo bei Mailand/Italien im Blickpunkt der Kanu-Rennsportler mit den Weltmeisterschaften. Für die deutsche Kanuflotte qualifiziert haben sich mit Max Rendschmidt und Enja Rößeling gleich zwei Leistungsträger der KG Essen.
Wie in den letzten Jahren geht dabei Max Rendschmidt erneut als Schlagmann des „Deutschlandvierers“ über 500m an den Start. Gegenüber dem Olympiasieg von Paris im letzten Jahr in einer Position verändert, peilt das Flaggschiff natürlich wieder einen Medaillenplatz an. In der letzten Vorbereitung in München wurde noch einmal am Feinschliff gearbeitet und auch noch einmal eine Veränderung in den Sitzpositionen hinter Max Rendschmidt vorgenommen. „Ja ich bin sehr gespannt auf die WM und freue mich natürlich auf diesen Saisonhöhepunkt. Wir haben bei den bisherigen Wettkämpfen gesehen, wie eng es zugeht im Vierer. Da entscheiden Bruchteile von Sekunden über Titel, Medaillen und die weiteren Platzierungen. Die anderen Nationen sind ebenfalls sehr stark und da gilt es, sich zu behaupten. Die Vorbereitung ist jedenfalls gut gelaufen. Wir werden wieder unser Bestes geben und dann schauen wir mal“, so Rendschmidt.
Olympiateilnehmerin Enja Rößeling war zunächst für einen Start im abschließenden 5.000m-Langstreckenrennen vorgesehen. Nach neuerlichen Überlegungen des Trainerrates des Verbandes hat man sich entschieden, dass Enja Rößeling zudem auch im Einerkajak über 1.000m an den Start gehen wird. In dieser Disziplin hatte sie zuletzt bei den U23-Europameister- und Weltmeisterschaften die Bronzemedaille gewonnen. „Die Nachricht hat mich natürlich sehr gefreut. Jetzt liegt mein Fokus erst einmal auf den 1.000m. Die sind ja bislang auch nicht schlecht gelaufen. Die Langstrecke ist dann am Ende Zugabe, da kann immer alles passieren – negativ wie positiv“, geht Enja Rößeling hoch motiviert in die WM-Rennen. Auf der Langstrecke fährt sie auch das Steuer von Langstreckenspezialist Nico Paufler; das könnte vielleicht ein gutes Omen sein!
Für Max Rendschmidt und Enja Rößeling stehen bereits am Mittwoch die Vorläufe an; die Halbfinals werden am Donnerstag ausgetragen und beide Finals stehen dann am Freitag auf dem Programm.
Die Reise nach Köln hat sich am vergangenen Wochenende aus Essener Sicht auf jeden Fall gelohnt. Denn die Rennsport-Flotte der Kanusport-Gemeinschaft Essen (KGE) fischte bei den NRW-Landesmeisterschaften Titel um Titel und Medaille um Medaille aus dem Fühlinger See. Sage und schreibe 61 (!) Medaillen lagen bei der Rückfahrt nach Essen am Sonntagabend im Gepäck: 26 Meisterschaften, 22 Vizemeisterschaften und 13 Bronzemedaillen. Immer wieder prägten die gelben Trikots der KGE das Bild bei den Siegerehrungen. Dazu gab es eine Vielzahl von Finalplatzierungen zu vermelden, die gleichzeitig auch die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften an selber Stelle bedeuteten. Und dies, obwohl die ganz großen Asse wie Olympiasieger Max Rendschmidt & Co. fehlten, da sie sich mit den Nationalmannschaften auf die anstehenden internationalen Saisonhöhepunkte vorbereiten.
Beeindruckend die Erfolgsbilanz des KGE-Nachwuchses von den jüngsten Schülern bis zur Jugendklasse; da gab es viel Grund zu jubeln. Allen voran wieder einmal die beiden Jugendlichen Henry Koelman und Leonhard Levien Böhling. Bei acht Starts sicherte sich Henry Koelmann acht Goldmedaillen! Besser geht es nicht. Dicht gefolgt von seinem Zweierpartner Leonhard Levien Böhling, auf dessen Konto am Ende vier Landesmeisterschaften und zwei Vizemeisterschaften (diese jeweils beide im Einer über 500m und 1.000m knapp hinter Henry) standen. Insbesondere in den Zweierrennen gab es kein Vorbeikommen an diesem Duo.
Weiterlesen: KGE überragend bei den NRW-Landesmeisterschaften in KölnIrgendwie scheinen Europameisterschaften für den deutschen Herren-Viererkajak unter keinem so guten Stern zu stehen. Den Eindruck hatte man zumindest auch bei den aktuellen Europameisterschaften in Racice/Tschechien. Als Olympiasieger von 2016 (noch auf der 1.000m-Strecke), 2021 und 2014 (über 500m) gewann das Flaggschiff des Deutschen Kanu-Verbandes erstmals den EM-Titel 2021; die Titelverteidigung gelang nur ein Jahr später 2022.
Zu bedenken dabei, dass die Europameisterschaften als Zwischenstation auf dem Weg zu den Saisonhöhepunkten wie Weltmeisterschaften bzw. Olympischen Spielen geplant war. So auch in diesem Jahr, das hatte Max Rendschmidt im Vorfeld erklärt. Zugleich aber auch deutlich gemacht, dass die EM eine wichtige Station sei und man mit vollem Elan an den Start gehen werde.
Weiterlesen: Max Rendschmidt fährt mit Vierer bei EM auf Platz vierVon heute (Do) bis Sonntag stehen für die Rennkanuten die Europameisterschaften in Racice/Tschechien an. Erst zum dritten Mal überhaupt werden auf dem künstlich angelegten Wasserkanal internationale Meisterschaften ausgetragen: nach der ersten EM im Jahr 2006 fanden 2015 und 2017 Weltmeisterschaften dort statt.
Mit der deutschen Flotte geht auch Max Rendschmidt an den Start. Wie zu erwarten führt er einmal mehr als Schlagmann den 500m-Viererkajak über die Strecke, in dem mit Max Lemke, Jacob Schopf und Anton Winkelmann gleich drei Potsdamer für Schub sorgen.
Weiterlesen: Max Rendschmidt peilt EM-Medaille anRegattahaus der Stadt Essen
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